MoZuluArt


Drei Stimmen aus Zimbabwe und ein klassisches Piano verbinden in dem Programm "MoZuluArt" W. A. Mozart mit der Musik & dem Tanz aus dem Süden Afrikas.

Die Premiere im ORF-Radiokulturhaus in Wien im April 04 klang derart vielversprechend, dass aus diesem ursprünglich versuchsweisem Zusammenspiel nun ein einzigartiges, welt(musik)-umspannendes Konzertprogramm entstand.

Den originalen Gesangsstücken der Zulu, Ndebele und Xhosa verleiht das Klavier eine ganz besondere Facette. Es gibt den Ton an und begleitet zugleich - schlicht und einfach.
Doch wie klingt Wolfgang Amadeus MOZART im charakteristischen Gesangstil der südafrikanischen Regionen? "MoZuluArt" ist eine Referenz an d e n österreichischen Komponisten.

"Mit dem Projekt wollen wir unsere besondere Verbindung zu Österreich zum Ausdruck bringen. Deshalb hatten wir die Idee, W.A. Mozart in das südliche Afrika zu entführen", sind die in Wien lebenden Musiker überzeugt, dass sich der Komponist auch bei ihnen Zuhause sicher sehr wohl gefühlt hätte.
Für die glänzenden mozart'schen Einfälle und musikalischen Harmonien sorgt Roland Guggenbichler, Lehrbeauftragter für Jazz-Piano am Franz-Schubert-Konservatorium in Wien und langjähriger Pianist von Kurt Ostbahn, Erika Pluhar, Hans Söllner, Rita Moreno und Hans Theessink.
www.mozuluart.at
Die Gruppe "INSINGIZI Emnyama" (so ihr ursprünglich voller Name) wurde 1990 in Bulawayo/ Zimbabwe gegründet und spezialisierte sich fortan auf den Ladysmith Black Mambazo Musikstil "Mbube" sowie auf traditionelle Tänze wie "Indlamu", "Isitshikitsha" und "Gumboot Dance". INSINGIZI erlangte in Zimbabwe bereits in den frühen 90ern überregionale Beachtung und gewann mehrere Preise. Schließlich fanden sie ihren Weg nach Österreich, studierten u.a. Musiktheorie sowie einige Instrumente (klassisches Akkordeon und Gitarre, Klavier und Trommel) und von wo aus das Vokal-Trio nun kontinuierlich seine musikalische Laufbahn ausbaut. Beinahe 10 Jahre begeistern Ramadu, Blessings und Vusa nun bereits das Publikum mit ihrer Gesangs- und Performance-Kunst. Mit "Mr. Blues" Hans Theessink tourten sie bereits um die halbe Welt. Ihre aktuelle CD "Voices from Southern Afrika" (ARC Music LC 05111) kletterte im Mai 2004 in Großbritannien die BBC-Radio 3 World-Charts bis auf Platz 3 hinauf.

Besetzung:

Dumisani "Ramadu" Moyo - voc, perc
Blessings "Nqo" Nkomo - voc
Vusumuzi "Vusa" Ndlovu - voc
Roland Guggenbichler - piano

Demo-Files (Sound & Fotos) sowie weitere nähere Infos zur Produktion sowie den Künstlern können wir Ihnen auf Wunsch sehr gerne zukommen lassen bzw. stehe ich für nähere Auskünfte stets sehr gerne zur Verfügung. - Wir freuen uns bereits über Ihr Interesse sowie Termin-Anfragen!   info@mozuluart.at




Insingizi collaborates with Dutch blues maestro

Sunday Leisure Reporter, 19. February 2006

Insingizi, a three-member group which specialises in imbube a’cappella music, has collaborated with
Hans Theessink, a Dutch blues guitarist, singer and songwriter in an album titled Bridges.

The Zimbabwean group, based in Austria, won the hearts of many European music lovers through well-choreographed stage movements, energy and great vocals.

After watching Insingizi’s fantastic performance in Austria, Theessink asked Insingizi to be part of his backing vocalists to add an African touch to his music. Theessink sings blues with a voice that has a texture of black mollases and plays a guitar as if he was born for the task.

“After seeing our mouth-watering performance in 1996 at Suraza African Festival in Austria, Hans, who sings the Black American type of music, invited us in 1997 to be his backing vocalists in the album Life Line.

“We grabbed the opportunity to work with a fine songsmith and a strong confident composer who often sings songs with a social conscience, because for us it was an honourable invitation.

“Hans, who sings blues, the type of music that was sung by slaves during the Slave Trade in expressing their grievances, wrote his songs and we fine-tuned them with our vocals in vernacular,’’ said a member of Insingizi, Dumisani Moyo aka Ramadu.
Insingizi’s IsiNdebele flavour has brought a new dimension to Theessink’s music that already is on DVD.

“Many Europeans enjoy his music with the addition of our African style of singing which is popularly known as imbube. Like in the track Soul On Fire where we use isiNdebele, many listeners enjoy the track,’’ Moyo said.

Insingizi participated in Theessink’s latest album, Bridges, which was recorded in Italy and the group did some live performances that are on DVD.
Hit tracks in the album include Soul On Fire, a love song of a man who describes her girlfriend’s beauty.

Ready For A Ride is a track that assures listeners that death is natural and people must accept it because everyone will die eventually.

One song, a blend of reggae and blues, has been dedicated to Zimbabwe.

“Hans dedicated the track Zambezi to our country. In the song he describes the scenic beauty of the Zambezi River, saying that the Zambezi’s waves are marvellous. As backing vocalists we describe the river as umfula olamagagasi, meaning a river with wonderful waves,’’ said Moyo.

Insingizi and Theessink have promoted the album in Canada, Slovenia, Italy and the United Kingdom.

“We marketed the album to various Europeans and more than 1000 copies have been sold and more copies are still to be sold because many people enjoy the vibes in the album,’’ said Moyo.

Insingizi is thrilled that Theessink won an award for the album Bridges in Austria.
“We were overwhelmed when Bridges was voted the Best Live DVD in Austria for 2005. Together with Hans we did our best to make the album successful,’’ he added.

Moyo revealed to Sunday Leisure that Insingizi no longer has six members. Three left the group in Austria.

“Insingizi no longer consists of six members because the other three left when we were in Austria,’’ he said.

Theessink, whose surname is pronounced as Tay-sink, is based in Vienna. He carved a niche for himself in the United States market in the late 1980s and early 1990s. Some of his popular albums include Journey On, Crazy Moon, Hard Road Blues and Groove.

Insingizi was formed in Bulawayo in 1987 by six members. The group, now based in Austria, has toured countries like Denmark, Canada, Italy and United Kingdom.




Ein Blick in Wiens junge afrikanische Musik-Szene

Written by Kurier/Michael Huber - Monday, 06 June 2005

Sie erheben ihre Stimme gegen die Diskriminierung: Ein Blick in Wiens junge afrikanische Musikszene. Vor dem Wiener Club „Floridita“ werden viele Hände geschüttelt: Zur CD-Präsentation der HipHop-Combo „Tres Monos“ sind jede Menge Musiker aus der afrikanischen Community zusammengekommen. Fast alle kennen einander, auch wenn jeder in ganz unterschiedlichen Musikstilen beheimatet ist: Aladin Sani spielte u.a. mit I-Wolf von den Sofa Surfers und ist in der World Music aktiv; Topoke ist Rapper bei den „Tres Monos“.


Marjorie singt R’n’B bei „The Chillaz“. Ramadu wiederum spielt traditionelle Stücke aus seiner Heimat Zimbabwe. Doch sie alle haben eines gemeinsam: Sie leben als Afrikaner in Wien. Und sie haben oft sehr ähnliche Probleme. Fast alle kennen einander, auch wenn jeder in ganz unterschiedlichen Musikstilen beheimatet ist: Aladin Sani spielte u.a. mit I-Wolf von den Sofa Surfers und ist in der World Music aktiv; Topoke ist Rapper bei den „Tres Monos“, Marjorie singt R’n’B bei „The Chillaz“. Ramadu wiederum spielt traditionelle Stücke aus seiner Heimat Zimbabwe. Doch sie alle haben eines gemeinsam: Sie leben als Afrikaner in Wien. Und sie haben oft sehr ähnliche Probleme.



Kein coolness-bonus. Während viele afro-amerikanische Rapper und Popstars als cool und hip wahrgenommen werden, haben Musiker, die direkt vom „Kontinent“ nach Europa kommen, keinen Coolness-Bonus, erzählt der Nigerianer Aladin Sani in einer von kult einberufenen Gesprächsrunde. Marjorie, 20 und schon seit 14 Jahren in Wien, pflichtet ihm bei. „Die meisten Leute sagen: ,Du bist aus Amerika? Cool. Du bist aus Nigeria? Oh, Drogen.‘“

Gern möchten die Musiker geschlossen gegen Vorurteile auftreten und zeigen, dass sie und die meisten ihrer Landsleute eigentlich nur ein normales Leben führen wollen. In Deutschland hat sich mit der Musiker-Initiative „Brothers Keepers“ ein Sprachrohr für die Anliegen der afrikanischen Jugendlichen gebildet. In Österreich ist die Community noch nicht so weit, um auf solche Art mit einer Stimme zu sprechen. Das liegt auch daran, dass sich eine „Szene“ nur schwer bilden kann. „Wo sich Afrikaner in Gruppen treffen, gibt es oft Polizeikontrollen und rassistische Äußerungen“, erklärt der aus dem Kongo stammende Topoke, 33. „Das treibt viele Afrikaner in das Einzelgängertum.“ Auch beim Ausgehen werden dunkelhäutigen Menschen oft Steine in den Weg gelegt: „Vor einiger Zeit war mich ein Freund aus London besuchen, und ich wollte ihm Wiens Nachtleben zeigen“, erzählt Ramadu. „Wir wurden in zehn Clubs abgewiesen.

“ Vielen Afrikanern ist in Lokalen der Hauptstadt ähnliche Dinge passiert – der „Rassismus Report“ des Vereins ZARA listet Dutzende Fälle auf. Die Betroffenen fordern stärkere Gesetze gegen Diskriminierung und mehr Offenheit. „Die afrikanische Community weiß, dass es Probleme gibt“, sagt Topoke. „Aber es ist wichtig, auf die Leute zuzugehen und ihre Situation zu verstehen.“ Gehör schaffen Als Musiker haben Topoke, Aladin & Co. die Möglichkeit, ihre Lebenswelt darzustellen und Aufmerksamkeit zu erregen.




Die Hoffnung, dass ein Schwarzer aus Österreich einmal international Erfolg hat, ist in der Community stark spürbar. „Wir wollen alle gehört werden, und wir haben genug Talent dazu“, sagt Aladin Sani. „Ich freue mich auf den Tag, wenn es einer geschafft hat und die Österreicher dann sagen: Er ist einer von uns“. Bis es so weit ist, werden sich noch einige Barrieren in den Köpfen der Menschen lösen müssen – Musik kann lediglich Anstöße dazu liefern. „Nach meinen Konzerten kommen Leute oft mit einem Lächeln im Gesicht zu mir und wollen reden“, sagt Ramadu. „Ich wünschte, das würde auch auf der Straße öfter passieren.“